Prüfung des Prozessmanagements

Prüfung des Prozessmanagements

Unternehmen richten ihre Organisation zunehmend an ihren Geschäftsprozessen aus. Diese strikte Orientierung erfordert aber auch, den Prozess in seiner Gesamtheit über Abteilungsgrenzen und Schnittstellen hinweg zu steuern. Ziele sind: einen reibungslosen Prozessfluss sicherzustellen, Fehler zu vermeiden und den Ressourceneinsatz zu optimieren.

Kein Patentrezept

Prozessorientierung bedeutet, den Kunden und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt des Unternehmensgeschehens zu rücken und dadurch Leistung und Produktivität zu erhöhen. Wie das Prozessmanagement als Aufgabe wahrgenommen wird, kann unterschiedlich organisiert sein. Beispiele sind ein zentrales Prozessmanagement oder ein dezentral verteiltes Steuerungsteam. Es gibt kein Patentrezept für eine erfolgreiche Organisation – sie muss optimal zu den Prozessen und der Unternehmenskultur passen.

Organisatorische Risiken sind Doppelarbeiten, Interessenkonflikte an den Prozessschnittstellen und Konkurrenzen zwischen „Stab“ und „Linie“ bei der Steuerung der Prozesse.

Prozessmanagement im Fokus der Revision

Die Interne Revision sollte dieses wichtige Thema in ihren Prüfungsfokus aufnehmen. Da sie die Prozesse des Unternehmens prüft, kann sie die Prüfung des Prozessmanagements als Standard in ihre vorhandenen Prüfungen integrieren.

Innovation in der Prozessrevision

Klassische Methoden im Prüfungsalltag sind zeit- sowie kostenintensiv und ermöglichen nur eine detaillierte Sicht auf Prozesse statt einer umfassenden Globalbetrachtung. Dies ist vor dem Hintergrund einer Weiterentwicklung der Internen Revision jedoch nicht zielführend.

Um die Effizienz und Regelkonformität von Prozessen zu überprüfen, bietet sich der Einsatz einer innovativen Technologie an, die auf ähnliche mathematische Technologien zurückgreift wie das schon bekannte Data Mining.

Process Mining

Process Mining legt den Fokus auf die Prozesse und deren Performance wie auf Regelkonformität gemäß Revisionssicht. Verarbeitet werden dafür die Logfiles der entsprechenden Systeme, die detaillierte Informationen über die Prozesse beinhalten.

Nach Auswertung der Daten ermöglicht Process Mining eine Analyse der vollständigen Prozesse auf Basis von realen Daten und kann den echten Geschäftsablauf darstellen. Eine Modellierung quasi auf „Echtprozessbasis“ ist damit möglich.

Ein entscheidendes Argument für die Anwendung dieser neuartigen und leistungsfähigen Technologie ist die Ergebnisgenauigkeit von 100 Prozent bei einer Kosten- und Zeitersparnis von bis zu 70 Prozent.

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Erfahrungen ››› Ergebnisse

Unsere Erfahrungen schöpfen wir aus Audits bei IT-Dienstleistern von Banken und öffentlichen Unternehmen. Darüber hinaus haben wir ISO-Zertifizierungen begleitet – auch in öffentlichen Einrichtungen, wo wir unter anderem ein Konzept für einen kontinuierlichen Personalbedarfsplan eingeführt haben.

Unsere Beratung orientiert sich am »Reifegrad« und Umsetzungsstand der Prozessorientierung und des Prozessmanagements in Ihrem Unternehmen – nicht an scheinbaren Patentlösungen. Wir geben Ihnen praktische, für Sie umsetzbare Empfehlungen zur Professionalisierung der Prozessorientierung. Dabei konzentrieren wir uns auf „Essentials“ wie Kundenfokussierung, redundanzfreie Abläufe, Teamarbeit in der Prozesskette, eine an den Prozessen ausgerichtete Organisationsstruktur und – last but not least – ausreichend Zeit für Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern.